Wichernheim Heidelberg

Film: „Wohnungslos kann jede/r werden“

Diakonie startet Aufklärungskampagne zu Wohnungslosigkeit

„Wohnungslos kann jede/r werden“ – unter diesem Titel stellt das Diakonische Werk-Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in einem Kurzfilm beispielhaft die Arbeit der Mitglieder im Bereich der Wohnungsnotfallhilfe in Berlin vor und macht online auf die Angebote für Betroffene und ihre Angehörigen aufmerksam. Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sagt: „Wohnungslos kann jede/r werden und es kann auch ganz schnell gehen. So fasst es die Leiterin der Notübernachtung für Familien im Film zusammen und das trifft den Kern des Problems. In Berlin und ganz Deutschland wird Wohnungslosigkeit oft mit dem Obdachlosen auf der Straße verbunden. Was die meisten Menschen aber nicht wissen: Diejenigen, die erkennbar ohne jedes Obdach auf der Straße leben, sind nur ein kleiner Teil der sogenannten Wohnungsnotfälle. Obdachlose sind sehr deutlich sichtbar und sie brauchen Hilfe, zum Beispiel Übernachtungsmöglichkeiten und medizinische Versorgung. In der Wohnungsnotfallhilfe passiert aber noch viel mehr: Es gibt Hilfen für Familien, für wohnungslose Frauen, für junge Menschen und den großen Bereich des Betreuten Wohnens, in dem die Mitarbeitenden den wohnungslosen Menschen zurück in eine Wohnung und ein stabiles Leben helfen oder dafür sorgen, dass sie ihre Wohnung gar nicht erst verlieren.“ Das alles will der Film Wohnungslos kann jede/r werden zeigen. Eschen appelliert auch an die Verantwortlichen in der Politik: „Wir brauchen eine aussagekräftige Wohnungsnotfallstatistik, präventive, also frühe und vor allem aufsuchende Hilfen für von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Wir brauchen eine solide finanzielle Ausstattung der Einrichtungen und Dienste und eine Steuerung, die von fachlichen Erwägungen getragen und nicht allein von Haushaltszwängen bestimmt wird, und wir brauchen Wohnungen, Wohnungen und noch mehr Wohnungen. Menschen mit einem Schufa-Eintrag oder mit Mietschulden müssen wieder eine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben. Es kann nicht sein, dass sie auf Dauer in Wohnheimen leben müssen oder gar in den niedrigschwelligen Notübernachtungen hängen bleiben, weil es nicht mal mehr Plätze in Wohnheimen, Hostels oder Billigpensionen gibt.“ Auf der Landing-Page des Films www.diakonie-portal.de/wohnungsnotfallhilfe bietet das Diakonische Werk umfangreiche Informationen zur Wohnungsnotfallhilfe, zu den Hilfsangeboten für Betroffene und ihre Angehörigen und wirbt um Spenden für die Hilfe für Menschen in Wohnungsnot. Der Film steht auf Youtube unter: www.youtube.com/watch?v=ZHbpKkeerKM&feature=youtu.be

Quelle: EBET-Info 4/2017, 13.07.2017

www.diakonie-portal.de/wohnungsnotfallhilfe

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