Evangelische Stadtmission Heidelberg e.V.

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Dienstag, 27.02.2018

20 Jahre Tagespflege im Haus Philippus

Es ist eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Heidelberg und inzwischen nicht mehr wegzudenken. 20 Jahre gibt es dieses besondere Angebot für Menschen, die tagsüber im Haus Philippus betreut werden und Abend und Nacht in der vertrauten häuslichen Umgebung sind. 

Aus diesem Anlass lud Einrichtungsleiter Matthias Dürr am 27. Februar zu einer Jubiläumsfeier ein, der fast 100 Gäste, darunter der gesamte Vorstand der Stadtmission, gefolgt  waren. Selbst der erste Leiter der Tagespflege, Herr Hans-Jürgen Lipsius war aus der Schweiz angereist. Herr Dürr begrüsste  alle  sehr herzlich und schilderte anschaulich die Anfangsphase dieser damals für Heidelberg neuen Form der Altenhilfe. Die Geschäftsführerin der Altenhilfe Frau Heidi Farrenkopf hob anschließend die Bedeutung dieser teilstationären Einrichtung hervor. Für die Stadt Heidelberg sicherte Sozialbürgermeister Dr. Joachim Gerner weiterhin Unterstützung zu. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tagespflege erinnerten an die Geschichte der Tagespflege und konnten dem Publikum vorführen, dass wesentliche Komponenten wie personelle Besetzung, Konzeption, Struktur und Organisation in den vergangenen Jahren erstaunlich konstant geblieben sind, dabei hat sich die Einrichtung stets erfolgreich und zukunftsorientiert weiter entwickelt.

Die gegenwärtige sozialpolitische Bedeutung von Tagespflegeeinrichtungen schilderte Frau Karin Voigt aus  Aachen, eine bundesweit anerkannte Expertin auf diesem Gebiet. Sie verwies auf die Einmaligkeit dieser Einrichtungen: Nur Tagespflegen ermöglichen ihren Besuchern, den Tagesablauf selbst mitzugestalten und sich individuell den Bedürfnissen ihrer Gäste anzupassen. Dies erklärt auch ihren Erfolg und mittlerweile weite Verbreitung. Eindrucksvoll schilderte Frau Voigt auch die wirtschaftlichen Vorteile, die sich für die Gäste besonders nach den jüngsten gesetzlichen Maßnahmen des Staates ergeben haben. Die private Finanzierung wird bei Ausschöpfung vieler Möglichkeiten durch die Pflegeversicherung entscheidend gefördert. Diese Erklärungen riefen bei den Anwesenden teilweise großes Erstaunen hervor.

Eine von Frau Susanne Wittmann zusammengestellte kleine Foto-Ausstellung zeigte Impressionen aus Geschichte und Gegenwart. Die gelungene Festveranstaltung wurde klanglich wunderbar von Pop-Kirchmusikerin Tine Wiechmann begleitet. Das anschließende Buffet bot viele Möglichkeiten, untereinander ins Gespräch zu kommen.

Matthias Klein