Heidelberger Stuhlmuseum

 

 

Unser Stuhlmuseum

... ist ein weiterer Anziehungspunkt, in dem sich soziale Arbeit, handwerkliches Können und künstlerische Aspekte neu und interessant verbinden.

 

Der Stuhl

... Designobjekt oder Gebrauchsgegenstand? In Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg bietet das Wichernheim Künstlern und Designern eine Plattform für Ausstellungen und Kommunikation rund um das Thema Sitzen.
Es trägt so zur Wiedereingliederung wohnungsloser Menschen in unserer Gesellschaft bei.

Eckart Steinhauser - "Chairs, Cars and a Coffeestick"

Ausstellung: Donnerstag, 21. Juni 2018 - Freitag, 9. September 2018

Vernissage: Donnerstag, 21. Juni 2018, 19:00 Uhr

Eckart Steinhauser ist Bildhauer und verschreibt sich einer Mystik des Alltäglichen. Seine Skulpturen verhandeln Dinge, die uns unmittelbar umgeben, wie Bett, Tisch, Leiter und Stuhl. Steinhauser kombiniert diese untereinander oder verbindet sie mit Balken und Brettern zu plastischen Zeichen. Ausgeführt sind diese Skulpturen meist in schweren, dunklen Hölzern, die Steinhauser präzise fügt, verschränkt oder ineinander schichtet.

Zu diesen Holzskulpturen gesellen sich seit Jahren lackierte Holzobjekte, die auf Spielzeuge, Geschirr oder andere praktische Gerätschaften verweisen, auch deren Motive sind meist dem direkten Lebensumfeld entnommen. Beide Werkgruppen vereint die zeichenhafte Gestalt der zugrundliegenden Motive. Steinhauser betont und schärft diese systematisch und lässt sie damit heraustreten aus dem Strom alltäglicher Dinge: Ein Kaffeestäbchen wird janusköpfig gedoppelt, Spielzeugautos biegen, bäumen oder krümmen sich und finden sich so planetenartig auf einer ewigen Kreisbahn wieder. Einen einfachen Kinderstuhl fertigt Steinhauser in schwarzem Ebenholz und pointiert so seine ohnehin schon auratische Wirkung. Konstituierend dabei sind die Verbindung aus regelgemäßen und regelverweigernden Anteilen, die Abweichung vom Erwartbaren und die oft emblematische Gestalt der Skulpturen.

„Eckart Steinhauser arbeitet mit den Strategien des Transfers und der Kontextverschiebung. Indem er Alltagsdinge nachbildet, in vieldeutige Zeichen transformiert und in komplexe Zusammenhänge stellt, gewinnen sie ein Eigenleben, das symbolisch deutbare Gegensätze – zwischen Wirklichkeit und Artefakt, Stabilität und Vergänglichkeit, Struktur und Dekonstruktion – spannungsvoll visualisiert.“ (Ursula Merkel)

Einladung

Plakat

 

Kalender 2018 der Heidelberger Poslterei

Den Kalender 2018 der Heidelberger Poslterei können Sie unter anderem im Heidelberger Stuhlmuseum erwerben.

 

Sonderedition: Der „Heidelberg Hocker“ für das Heidelberger Stuhlmuseum

Bei der Planung für die Ausstellung „Grenzgänger“ im Heidelberger Stuhlmuseum war der Künstler und Gestalter Christoph R. Siebrasse von dem sozialen Engagement der Wiedereingliederungshilfe der Evang. Stadtmission HD beeindruckt. Um die Arbeit mit wohnungslosen Frauen und Männern zu unterstützen, hat Herr Siebrasse dankenswerter Weise dem Wichernheim kostenlos eine Lizenz zur Fertigung eines Stuhles zur Verfügung gestellt. Dieser „Heidelberg Hocker“ wird in der Werkstatt des Wichernheimes gefertigt. Der Erlös kommt zu 100 % der Unterstützung unserer Arbeit zugute. Künstlerische Aspekte und handwerkliches Können verbinden sich zu einer sinnerfüllten Beschäftigungs­möglichkeit für wohnungslose Menschen und tragen somit zu einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft bei.

Christoph R. Siebrasse ist ein unbeirrbarer Grenzgänger, oder besser: ständiger Grenzüberschreiter, dem alle Kategorisierungen des Marktes nichts anhaben können. Er stellt einfach Gegenstände auf, bescheidene Dinge des Alltags, die sich ganz unaufdringlich einpassen können und doch “eigen” sind – gerade in ihrer so genügsamen Art. Die gute Form erscheint bei Siebrasse als am unver­dorbenen Teil des Bauhausgeistes geschulte Ästhetik der materiellen und formalen Sparsamkeit; Einfachheit als stets gültige Chance zu Besinnung und Besinnlichkeit. Und das Geheimnis bei den Arbeiten von Siebrasse schließlich? – Wenn Dinge etwas sagen, ohne es zu sagen, wenn hinter Formen, Farben und Materialien mehr als nur diese sichtbar sind, dann kann man es Kunst nennen oder nicht. Es ist gut. Die behutsame, wenngleich konsequent vorangetriebe­ne Umwertung überkommener und mittlerweile für untauglich befundener Gestaltungsprinzipien ist ein erstaunliches Charakteristikum des Gestalters Christoph R. Siebrasse. Er schafft einen neuen, ganz eigenen Stil. Und weil das besondere doch nennenswert ist, sollte man diesen Stil vielleicht (ganz für sich) nach dem wunderlichen Brot-und Wein-Dichter 'Silone-StilL' nennen. Denn dieser wusste zu berichten von den “alten, schönen, ehrlichen Dingen”, die jenen des zeitlos-zeitgemäßen Gestalters Siebrasse so sehr gleichen: von Dingen, die einfach da waren, als wären sie schon immer dagewesen.

Informationen und Bestellungen:

Hans-Joachim Waibel, Tel.: (06221) 149-874
Dirk Horlebein, Tel.: (06221) 149-872

 

Jan Armgardt "Ich mache mein Ding"

Das Buch zur Ausstellung von Jan Armgardt "Ich mache mein Ding" können Sie für 15,- Euro im Heidelberger Stuhlmuseum kaufen.

 

Baum -> Stuhl

Wie der Stuhl neben dem Heidelberger Stuhlmuseum entstand, sehen Sie in der Bildergalerie.

 

 

Anschrift

Heidelberger Stuhlmuseum
Plöck 16
69117 Heidelberg

  (06221) 149- 874
  (06221) 149- 869
  Hans-Joachim.Waibel@stadtmission-hd.de
  www.heidelberger-stuhlmuseum.de

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KI:   Evangelische Stadtmission Heidelberg
GI:   Sparkasse Heidelberg
BLZ:   672 500 20
KTO:   902 38 95
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BIC:   SOLADES1HDB
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